Paper · arXiv 2006.11239
Denoising Diffusion Probabilistic Models
Veröffentlicht cs.LGstat.ML arXivPDF
Zusammenfassung in drei Zeilen
- 🎯 Schließen der Qualitätslücke bei Stichproben zwischen probabilistischen Diffusionsmodellen und aktuellen State-of-the-Art-GANs.
- 🔧 Reparametrisierung des Mittelwerts des Rückwärtsschritts zur Vorhersage des hinzugefügten Gaußschen Rauschens und Optimierung eines ungewichten MSE-Ziels .
- 📈 Erzielen eines FID von 3,17 und eines Inception Score von 9,46 auf unkonditioniertem CIFAR-10, vergleichbar mit zeitgenössischen GAN-Baselines.
Abstract
Wir präsentieren Ergebnisse zur hochqualitativen Bildsynthese mittels probabilistischer Diffusionsmodelle (Diffusion Probabilistic Models), einer Klasse von Modellen mit latenten Variablen, die durch Überlegungen aus der Nichtgleichgewichtsthermodynamik inspiriert sind. Unsere besten Resultate werden durch das Training an einer gewichteten Variationsschranke erzielt, die auf einer neuartigen Verbindung zwischen probabilistischen Diffusionsmodellen und Denoising Score Matching mit Langevin-Dynamik basiert. Zudem ermöglichen unsere Modelle von Natur aus ein progressives, verlustbehaftetes Dekompressionsschema, das als Verallgemeinerung autoregressiver Dekodierung interpretiert werden kann. Auf dem unkonditionierten CIFAR10-Datensatz erzielen wir einen Inception Score von 9,46 und einen State-of-the-Art FID-Wert von 3,17. Auf 256x256 LSUN erreichen wir eine Stichprobenqualität, die mit ProgressiveGAN vergleichbar ist. Unsere Implementierung ist unter https://github.com/hojonathanho/diffusion verfügbar.
Original-Abstract (Englisch)
We present high quality image synthesis results using diffusion probabilistic models, a class of latent variable models inspired by considerations from nonequilibrium thermodynamics. Our best results are obtained by training on a weighted variational bound designed according to a novel connection between diffusion probabilistic models and denoising score matching with Langevin dynamics, and our models naturally admit a progressive lossy decompression scheme that can be interpreted as a generalization of autoregressive decoding. On the unconditional CIFAR10 dataset, we obtain an Inception score of 9.46 and a state-of-the-art FID score of 3.17. On 256x256 LSUN, we obtain sample quality similar to ProgressiveGAN. Our implementation is available at https://github.com/hojonathanho/diffusion
Leseleitfaden
Problem und Motivation
Obwohl probabilistische Diffusionsmodelle ursprünglich von Sohl-Dickstein et al. (2015) auf Basis der Nichtgleichgewichtsthermodynamik eingeführt wurden, hinkten frühe Varianten hinsichtlich der visuellen Wiedergabetreue deutlich hinter GANs und autoregressiven Architekturen hinterher. Sie galten allgemein als langsam, schwierig abzustimmen und auf komplexen, hochauflösenden natürlichen Bilddatensätzen als unbewiesen. Die Autoren untersuchten Diffusionsmodelle erneut, indem sie eine formale Verbindung zwischen deren Variationszielen und Score Matching mit Langevin-Dynamik herstellten. Sie zeigten, dass Diffusionsmodelle mit geeigneter Parametrisierung und angepassten Zielgrößen eine State-of-the-Art-Wahrnehmungsqualität der Stichproben erreichen können.
Kernideen
- Rauschvorhersage-Parametrisierung (Noise-Prediction Parameterization): Anstatt den posterioren Mittelwert direkt vorherzusagen, wird das neuronale Netzwerk des Rückwärtsprozesses darauf trainiert, den unskalierten Standard-Gauß-Rauschvektor vorherzusagen, der während des Vorwärtsschritts hinzugefügt wurde.
- Verbindung zu Denoising Score Matching: Denoising Diffusion entspricht Denoising Score Matching über mehrere Rauschskalen hinweg, während die gelernte Rückwärtskette wie ein Annealed-Langevin-Dynamics-Sampler fungiert, der über Variationsinferenz hergeleitet wird.
- Vereinfachte Verlustfunktion (): Das Verwerfen der strikten varianzabhängigen Gewichtung der evidenzbasierten unteren Variationsschranke (Variational Lower Bound) führt zu einem ungewichten MSE-Verlust. Dieser gewichtet niedrige Rauschniveaus () geringer und zwingt das Modell, sich auf perzeptuell entscheidende, grobe Strukturen zu konzentrieren.
- Perspektive der progressiven verlustbehafteten Kompression: Analysen zeigen, dass mehr als die Hälfte der verlustfreien Codelänge des Modells nicht wahrnehmbares hochfrequentes Pixelrauschen repräsentiert. Dies bedeutet, dass Diffusionsmodelle implizit eine Rate-Distortion-Optimierung durchführen, indem sie zuerst globale Inhalte dekodieren, bevor feine Texturen ergänzt werden.
Methode
Der Vorwärtsprozess korrumpiert die Daten schrittweise über Zeitschritte mit einem festen Varianzplan (Variance Schedule) : Unter Verwendung von und können intermediäre latente Zustände direkt in geschlossener Form abgetastet werden:
Die Rückwärtskette parametrisiert den Mittelwert wie folgt: wobei entweder auf oder festgelegt ist.
Das Netzwerk wird mit dem vereinfachten Surrogatverlust optimiert: wobei und .
Das Sampling verläuft rückwärts ausgehend von mittels: mit für , und für .
Ergebnisse
- CIFAR-10: Erzielte einen unkonditionierten Inception Score (IS) von und einen FID von mit und übertraf damit damalige Vergleichsmodelle wie SNGAN (FID 21,7) und NCSN (FID 25,32).
- Hochauflösende Synthese: Erfolgreiche Generierung realistischer -Bilder auf LSUN (Bedroom FID 4,90, Church FID 7,89, Cat FID 19,75) und CelebA-HQ.
- Trade-off zwischen Likelihood und Qualität: Während das Training mit der exakten Variationsschranke bessere negative Log-Likelihood-Werte lieferte ( bits/dim Test) als ( bits/dim Test), erzielte weitaus überlegenere FID-Werte (3,17 gegenüber 13,51).
Grenzen und offene Fragen
- Sampling-Geschwindigkeit: Das Generieren erfordert die sequentielle Ausführung des neuronalen Netzes für Schritte pro Bild-Batch, was die Inferenz um Größenordnungen langsamer macht als bei GANs oder Single-Pass-Flow-Modellen.
- Vergleichbare Log-Likelihoods: Die Modelle erreichen nicht die rohen, verlustfreien Test-Likelihoods rein autoregressiver Modelle wie Sparse Transformers (die bits/dim auf CIFAR-10 erreichten).
- Fester Varianzplan (Variance Schedule): Der Vorwärtsvarianzplan wurde linear fixiert anstatt gelernt oder adaptiv skaliert. Es bleibt offen, ob nicht-lineare Zeitpläne oder gelernte kontinuierliche Dynamiken weitere Verbesserungen bringen können.
Schlüsselbegriffe
- diffusion process
- Eine feste Vorwärts-Markov-Kette, die Eingabedaten über mehrere Zeitschritte hinweg systematisch mit Gaußschem Rauschen versetzt, bis das ursprüngliche Signal zerstört ist.
- reverse process
- Eine parametrisierte Markov-Kette mit gelernten Gauß-Übergängen, die bei reinem Rauschen beginnt und darauf trainiert ist, die Diffusionsschritte umzukehren.
- L_simple
- Eine vereinfachte, ungewichtet mittlere quadratische Fehler-Trainingszielgröße (MSE), die den Fehler zwischen hinzugefügten und vorhergesagten Rauschvektoren bestraft.
- $\boldsymbol{\epsilon}$-prediction
- Eine Parametrisierung, bei der das neuronale Netzwerk das spezifische Standard-Gauß-Rauschen vorhersagt, das einem verrauschten Bild hinzugefügt wurde, anstatt das saubere Bild oder den posterioren Mittelwert direkt zu schätzen.
- denoising score matching
- Ein Schätzverfahren, bei dem ein Netzwerk den Gradienten der logarithmischen Wahrscheinlichkeitsdichte (Score) verrauschter Datenverteilungen über verschiedene Rauschskalen hinweg lernt.
- annealed Langevin dynamics
- Ein iteratives Sampling-Verfahren, das Gradientenschätzungen geglätteter Datenverteilungen folgt, während die Rauschintensität schrittweise verringert wird.
- progressive lossy decompression
- Eine Interpretation des Rückwärts-Diffusionspfads, bei der globale und grobe Strukturen in früheren Schritten aufgelöst werden, während nicht wahrnehmbare Hochfrequenzdetails in späteren Schritten entstehen.
Fragen
Warum ist die Vorhersage des Rauschens $\boldsymbol{\epsilon}$ besser als die direkte Vorhersage des Mittelwerts $\tilde{\boldsymbol{\mu}}_t$?
Die Vorhersage von ermöglicht es, das Trainingsziel als ungewichten mittleren quadratischen Fehler () zu formulieren. Diese Neugewichtung schwächt Terme mit sehr geringen Rauschniveaus ab, sodass sich das Netzwerk auf perzeptuell wesentliche, grobe Strukturen konzentrieren kann.
Warum weisen Diffusionsmodelle trotz hoher Bildqualität schlechtere Log-Likelihood-Werte auf als autoregressive Modelle?
Diffusionsmodelle verwenden einen großen Teil ihrer verlustfreien Codelänge darauf, imperzeptible, hochfrequente Pixelschwankungen zu beschreiben. Dies verschlechtert die negative Log-Likelihood erheblich, ohne die sichtbare Bildqualität zu mindern.
Wie viele Auswertungen des neuronalen Netzes sind erforderlich, um ein Bild zu generieren?
Die Generierung erfordert sequentielle Vorwärtsdurchläufe durch die U-Net-Architektur, was in dieser Arbeit auf festgelegt ist.
Werden die Varianzen $\beta_t$ des Vorwärtsprozesses während des Trainings gelernt?
Nein, die Varianzen sind als linear ansteigende Hyperparameter von bis fest vorgegeben, wodurch die Vorwärts-Posteriori-Verteilung frei von lernbaren Parametern ist.
Die Übersicht auf dieser Seite wurde von einer KI aus dem Paper erstellt und kann Fehler enthalten. Details stehen im Paper.