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Paper · arXiv 2303.08774

GPT-4 Technical Report

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Zusammenfassung in drei Zeilen

  1. 🎯 Führende Sprachmodelle standen bei der Skalierung auf enorme Rechenbudgets vor Hürden bezüglich Zuverlässigkeit, Alignment und Vorhersagbarkeit.
  2. 🔧 Vortraining eines Transformers zur Token-Vorhersage über Text- und Bildeingaben, optimiert mittels RLHF und Zero-Shot Rule-Based Reward Models (RBRMs) bei vorhersagbaren Skalierungsgesetzen.
  3. 📈 Erzielte die besten 10 % beim simulierten Uniform Bar Exam (298/400) und 86,4 % im 5-Shot MMLU, während unzulässige Antworten im Vergleich zu GPT-3.5 um 82 % reduziert wurden.

Abstract

Wir berichten über die Entwicklung von GPT-4, einem großen multimodalen Modell, das Bild- und Texteingaben verarbeiten und Textausgaben erzeugen kann. Obwohl es in vielen praxisnahen Szenarien weniger kompetent als der Mensch ist, zeigt GPT-4 auf verschiedenen professionellen und akademischen Benchmarks Leistungen auf menschlichem Niveau; unter anderem besteht es eine simulierte Anwaltsprüfung (Bar Exam) mit einem Ergebnis unter den besten 10 % der Teilnehmenden. GPT-4 ist ein Transformer-basiertes Modell, das darauf vortrainiert wurde, den nächsten Token in einem Dokument vorherzusagen. Der Post-Training-Alignment-Prozess führt zu verbesserten Werten bei Messungen der Faktentreue und der Einhaltung des gewünschten Verhaltens. Ein zentraler Bestandteil dieses Projekts war die Entwicklung von Infrastruktur- und Optimierungsmethoden, die sich über ein breites Spektrum an Skalen hinweg vorhersagbar verhalten. Dies ermöglichte es uns, einige Leistungsaspekte von GPT-4 anhand von Modellen präzise vorherzusagen, die mit höchstens 1/1.000 der Rechenleistung von GPT-4 trainiert wurden.

Original-Abstract (Englisch)

We report the development of GPT-4, a large-scale, multimodal model which can accept image and text inputs and produce text outputs. While less capable than humans in many real-world scenarios, GPT-4 exhibits human-level performance on various professional and academic benchmarks, including passing a simulated bar exam with a score around the top 10% of test takers. GPT-4 is a Transformer-based model pre-trained to predict the next token in a document. The post-training alignment process results in improved performance on measures of factuality and adherence to desired behavior. A core component of this project was developing infrastructure and optimization methods that behave predictably across a wide range of scales. This allowed us to accurately predict some aspects of GPT-4's performance based on models trained with no more than 1/1,000th the compute of GPT-4.

Leseleitfaden

Problem und Motivation

Große Sprachmodelle (LLMs) haben sich in der gesamten Verarbeitung natürlicher Sprache als vielversprechend erwiesen, frühere Iterationen (wie GPT-3.5) zeigten jedoch deutliche Schwächen bei komplexem logischem Schließen, Zuverlässigkeit, faktischer Präzision und Sicherheit. Zudem erfordert das Training hochmoderner Frontier-Modelle enorme Rechenbudgets, bei denen ein standardmäßiges Hyperparameter-Tuning auf der finalen Skala undurchführbar ist. Das Ziel von GPT-4 ist der Aufbau eines großskaligen, multimodalen Modells, das beliebige Mischungen aus Bild- und Texteingaben verarbeiten kann und dabei ein vorhersagbares Skalierungsverhalten sowie drastisch verbesserte Sicherheit und Ausrichtung (Alignment) aufweist.

Kernideen

  • Vorhersagbare Skalierung (Predictable Scaling): Optimierungs-Pipelines und Architekturen können so stabilisiert werden, dass der finale Test-Loss und nachgelagerte Programmier-Benchmarks (wie HumanEval-Pass-Rates) verlässlich anhand kleinerer Modelle extrapoliert werden können, die mit bis weniger Rechenaufwand trainiert wurden.
  • Multimodales Verständnis: GPT-4 akzeptiert beliebig verschränkte Bilder und Texte und führt komplexe logische Schlüsse über Diagramme, Schaubilder, Prüfungsfragen und visuellen Humor hinweg aus, ohne reine Sprach-Benchmarks zu verschlechtern.
  • Dominanz des Vortrainings mit gezieltem Post-Training: Das Pre-Training des Basismodells liefert die zentralen Fähigkeiten zum logischen Schließen und Prüfungswissen (die Multiple-Choice-Durchschnitte von Basis- und RLHF-Modell sind mit 73,7 % gegenüber 74,0 % praktisch identisch), während RLHF und regelbasierte Prüfungen die Sicherheit, Formatierung und Faktentreue steuern.
  • Rule-Based Reward Models (RBRMs): Das Alignment stützt sich auf modellgestützte Sicherheitsklassifikatoren, die während des RLHF gezielte Hilfsbelohnungen liefern, um angemessene Verweigerungen unzulässiger Prompts zu steuern und unnötiges Absichern (Over-Hedging) bei sicheren Prompts zu reduzieren.

Methode (mit den wichtigsten Gleichungen)

GPT-4 ist ein Transformer-basiertes autoregressives Modell, das darauf vortrainiert wurde, den nächsten Token auf öffentlich zugänglichen Webdaten und lizenzierten Daten vorherzusagen, gefolgt von Reinforcement Learning from Human Feedback (RLHF).

1. Extrapolation von Skalierungsgesetzen

Um die Vorhersagbarkeit der Infrastruktur ohne empirisches Tuning auf dem primären Trainingslauf zu gewährleisten, wurde der finale Verlust auf internen Code-Tokens mithilfe einer Formulierung für irreduziblen Verlust vorhergesagt: wobei den normalisierten Rechenaufwand bezeichnet und angepasste Parameter aus Läufen mit bis zu weniger Rechenaufwand sind.

Für die Skalierung nachgelagerter Fähigkeiten auf HumanEval wurde die mittlere logarithmische Pass-Rate über Teilmengen von Aufgaben modelliert über: was eine Registrierung der funktionalen Programmierleistung bereits vor dem Training ermöglichte.

2. Modellgestützte Sicherheits-Pipeline

Neben menschlichem Feedback integriert die RLHF-Optimierung Rule-Based Reward Models (RBRMs). Ein RBRM ist ein Zero-Shot-GPT-4-Klassifikator, der Folgendes akzeptiert:

  • Den Prompt des Nutzers (optional),
  • Die Vervollständigung des Policy-Modells,
  • Ein von Menschen verfasstes Bewertungsschema (eine mehrklassige Rubrik, die Antworten in Kategorien wie gewünschte Verweigerung, ausweichende/weitschweifige Verweigerung, sichere Antwort oder unzulässigen Inhalt einteilt).

Optimale RBRM-Gewichte liefern ein automatisiertes Belohnungssignal, um das Policy-Modell darauf zu trainieren, schädliche Anfragen (z. B. CBRN-Bedrohungen, Cyberangriffe) abzulehnen und gleichzeitig gutartige Anfragen zu angrenzenden sensiblen Themen zuverlässig zu bedienen.

Ergebnisse (mit den wichtigsten Zahlen)

  • Professionelle und akademische Prüfungen: GPT-4 erzielte 298/400 (90. Perzentil) beim Uniform Bar Examination (im Vergleich zu 213/400, ~10. Perzentil für GPT-3.5). Beim LSAT erreichte es 163 (88. Perzentil) und erzielte eine 5 in AP Biology, AP Calculus BC (4), AP Chemistry (4) und AP Art History (5).
  • Akademische NLP-Benchmarks: GPT-4 setzte neue State-of-the-Art-Werte bei 5-Shot MMLU (86,4 % vs. 70,0 % für GPT-3.5), 10-Shot HellaSwag (95,3 %), 25-Shot ARC Challenge (96,3 %) und 0-Shot HumanEval (67,0 %). Bei 5-Shot Chain-of-Thought GSM-8K erreichte es 92,0 %.
  • Mehrsprachigkeit: Übersetzte Versionen von MMLU in 26 Sprachen zeigten, dass GPT-4 die englischsprachige Baseline von GPT-3.5 und PaLM in 24 Sprachen übertraf, darunter auch ressourcenarme Sprachen wie Lettisch (85,5 %), Walisisch (71,4 %) und Swahili (82,6 %).
  • Sicherheit und Faktentreue: GPT-4 schnitt bei internen Faktentreue-Evaluationen um 19 Prozentpunkte besser ab als die neueste Version von GPT-3.5. Die Rate unzulässiger Antworten sank um 82 %, die Einhaltung von Vorgaben bei sensiblen Anfragen verbesserte sich um 29 %, und die Generierung toxischer Inhalte auf RealToxicityPrompts fiel von 6,48 % (GPT-3.5) auf 0,73 %.

Grenzen und offene Fragen

  • Halluzinationen und Kalibrierung: Trotz Rückgängen bei faktischen Fehlern halluziniert GPT-4 weiterhin Fakten und begeht elementare logische Fehler. Während das vortrainierte Basismodell eine nahezu perfekte Kalibrierung aufweist, verschlechtert das RLHF-Post-Training die Kalibrierung erheblich, sodass das ausgerichtete Modell bei Fehlern oft übermäßiges Vertrauen zeigt.
  • Zeitlicher Wissens-Cutoff: Der überwiegende Teil der Pre-Training-Daten endete im September 2021; das Modell aktualisiert seinen Weltzustand nicht kontinuierlich und lernt nicht aus fortlaufenden Interaktionen im Produktiveinsatz.
  • Inverse Scaling und Jailbreaks: Bestimmte kontraintuitive Muster kehren sich erst mit der Skalierung um (z. B. Hindsight Neglect), aber Anfälligkeiten für adversarielle Prompts, System-Message-Manipulationen und mehrstufige Jailbreaks bleiben bestehen.
  • Fehlende Transparenz über die Architektur: Aufgrund von Wettbewerbs- und Sicherheitsbedenken werden architektonische Spezifikationen (Parameteranzahl, MoE-Design, Datensatzgrößen, Hardware und exakter Rechenaufwand) nicht offengelegt.

Schlüsselbegriffe

Multimodal Model
Ein Modell, das beliebige Kombinationen aus Text- und Bildeingaben verarbeiten kann, um natürlichsprachliche Vervollständigungen zu generieren.
Predictable Scaling
Die Methode, kleine Trainingsläufe (mit bis zu 10.000-mal weniger Rechenaufwand) zu nutzen, um Potenzgesetze präzise anzupassen und den finalen Verlust sowie Aufgabenfähigkeiten vor dem Training im vollen Maßstab zu prognostizieren.
Rule-Based Reward Models (RBRMs)
Zero-Shot-GPT-4-Klassifikatoren, die anhand menschlicher Bewertungskriterien Hilfsbelohnungssignale während des RLHF ausgeben, um sichere Verweigerungen und unbedenkliche Antworten zu verstärken.
Uniform Bar Exam (UBE)
Eine standardisierte juristische Zulassungsprüfung in den USA, bei der GPT-4 298/400 Punkte erzielte und damit etwa das 90. Perzentil der menschlichen Teilnehmenden erreichte.
MMLU
Massive Multitask Language Understanding, ein Benchmark mit 57 Fachgebieten aus MINT, Geistes- und Sozialwissenschaften zur Bewertung der domänenübergreifenden Beantwortung von Fragen.
Calibration
Das Ausmaß, in dem die vorhergesagte Wahrscheinlichkeit oder Konfidenz eines Modells mit der tatsächlichen empirischen Trefferquote übereinstimmt; hoch beim vortrainierten GPT-4, aber verschlechtert durch RLHF.
HumanEval
Ein Benchmark zur Bewertung der Generierung von Python-Code anhand von Docstrings, bei dem GPT-4 eine 0-Shot-Pass-Rate von 67,0 % erreichte.
Inverse Scaling
Ein Phänomen, bei dem sich die Modellleistung mit zunehmendem Rechenaufwand und wachsender Parameterzahl verschlechtert, was GPT-4 bei Aufgaben wie Hindsight Neglect umkehren konnte.

Fragen

Welche Details zu Architektur, Parameteranzahl oder Hardware werden für GPT-4 offengelegt?

Keine. Der Bericht spart Modellgröße, Architektur, Zusammensetzung der Datensätze, Hardware und gesamten Trainingsrechenaufwand aufgrund des Wettbewerbsumfelds und der Sicherheitsimplikationen explizit aus.

Wie beeinflusst RLHF die Kernleistung von GPT-4 bei akademischen Prüfungen?

RLHF hat nur minimale Auswirkungen auf das Prüfungskernwissen: Das Basismodell von GPT-4 erzielte bei Multiple-Choice-Prüfungsfragen durchschnittlich 73,7 % im Vergleich zu 74,0 % beim RLHF-Modell, was zeigt, dass die Fähigkeiten primär aus dem Pre-Training stammen.

Wie wurde die Datenkontamination bei akademischen Prüfungen evaluiert?

Die Autoren suchten nach 50 Zeichen langen Teilzeichenfolgen aus den Prüfungen in den tokenisierten Pre-Training-Daten; das Entfernen kontaminierter Fragen führte bei fast allen Evaluationen zu vernachlässigbaren Leistungsunterschieden.

Wie wirkt sich das Post-Training auf die Modellkalibrierung aus?

Das vortrainierte GPT-4 ist gut kalibriert (die Konfidenz entspricht der Genauigkeit), aber das RLHF-Post-Training verschlechtert die Kalibrierung erheblich, was dazu führt, dass das ausgerichtete Modell bei falschen Antworten übermäßiges Selbstvertrauen zeigt.

Die Übersicht auf dieser Seite wurde von einer KI aus dem Paper erstellt und kann Fehler enthalten. Details stehen im Paper.

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